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Partnerschaft

Mit dem Ende der DDR hatte unsere Gemeinde den Entschluss gefasst, die neu gewonnenen materiellen Güter nicht nur für sich allein zu behalten. So wurde nach bewährtem Vorbild der BRD – DDR Partnerschaften eine Gemeinde gesucht, deren materielle Grundlage wesentlich schlechter als die unsere ist und der man somit zumindest das tägliche Leben erleichtern kann.

Partner bei der Suche war das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS), eine Organisation, die die protestantischen Kirchen in der Diaspora unterstützt. Zunächst wurde eine Gemeinde im siebenbürgischen Nussbach (Rumänien) ausgewählt. Die typischen Probleme vieler dortiger Gemeinden, Überalterung und Abwanderung, führten dazu, nach drei Jahren eine neue Gemeinde zu suchen.

Die Wahl fiel auf das westukrainische Munkács/Мукачево. Diese Stadt hat im Lauf ihrer Geschichte vielfach die Herrschaft gewechselt, allein im 20. Jahrhundert gehörte sie durch Grenzverschiebungen nacheinander zu 5 Ländern.

Gemeinde

Unser Kontakt besteht zur Reformierten Kirche der ungarischen Minderheit in der Karpatoukraine. Sie war in der Zeit der Sowjetunion verboten und kann erst seit 1990 wieder relativ frei arbeiten. Zentraler Baustein der Arbeit ist der Gottesdienst, zu dem die Kirche gut gefüllt ist. Umgangs- und Predigtsprache ist Ungarisch, nur manche Gemeindeveranstaltungen werden in Russisch gehalten.

Es gibt weiterhin verschiedene Gemeindegruppen, so z.B. eine Jugendgruppe. In den letzten Jahren ist der Zigeunermission größere Bedeutung zugekommen. Besonders in den umliegenden Dörfern wurden neue Kirchen errichtet, Gottesdienste werden gefeiert und Religionsunterricht gegeben. Zu einer Kirche gehört immer ein Sanitärtrakt, um die Hygiene zu verbessern, die in den Zigeunervierteln nicht existiert.

Neben dem Kirchgebäude liegt ein ehemaliges Gemeindehaus, welches in den letzten Jahren nach Rückgabe renoviert wurde. Dort hat die Gemeinde mit deutscher Hilfe eine Arztpraxis nach westlichem Standard eingerichtet. Eine ebenfalls im Gebäude befindliche Apotheke bringt Mieteinnahmen, so dass für Mittellose der Arztbesuch sehr billig gemacht werden kann.
 

Kinderheim

Mitte der 1990er Jahre beschloss die Gemeinde, aufgrund der sozialen Lage vieler Kinder, ein Kinderheim einzurichten. Eröffnet wurde es mit vier Kindern 1997. Nach dem bescheidenen Beginn wurde es schnell ausgebaut, so dass sehr bald um die 20 Kinder im Haus in familiärer Atmosphäre wohnten. Heute sind es etwa 15 Kinder und junge Erwachsene, die über viele Jahre hier leben und eine Familie gefunden haben.

In den ersten Jahren basierte diese Arbeit ausschließlich auf Spenden. Inzwischen gibt es auch staatliche Zuschüsse, die jedoch nicht ausreichen. Wir unterstützen diese eindrückliche soziale Arbeit mit vielen Spenden und Kollekten. Eine wesentliche Basis dafür ist der starke persönliche Kontakt unserer Gemeinde mit der Leiterin und mit den Kindern dieses Hauses. Mehrmals im Jahr sind wir als Gäste in Munkacs und überbringen unsere finanziellen Beiträge persönlich. Es ist für uns selbst eine Bereicherung, dort zu erleben, wie aus einem starken Glauben, aus einer lebendigen Hoffnung und einer großen Liebe Unmögliches möglich wird.

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Gestaltung - Tobias Müller

Realisierung - IST GmbH Dresden